Die drittgrösste Insel des Dodekanes ist eher flach, nur den Süden durchzieht ein Höhenzug,
der im Dikeon (875m) und Simbatron gipfelt.
Erste Siedlungsspuren gehen in die Steinzeit zurück.
Kos gehörte mit Lindos, Kameiros, Ialyssos, Knidos und Harlikarnassos zum Bund der dorischen Hexapolis ("Sechsstadt").
Berühmt wurde es im 4. JH. v. Chr. durch das Asklepieion, das über Jahrhunderte als das Therapiezentrum der Antike galt.
Die Hauptstadt Kos liegt in fruchtbarer, wasserreicher Umgebung im Nordosten der Insel, an einer flachen, offenen Bucht.
Bei der Einfahrt in den Hafen sieht man auf der linken Seite die Johanniterburg.
Bei Ausgrabungen wurden Fundamente aus klassischer Zeit (wie die Agora) und Bauten aus hellenistischer Zeit
(wie das Gymnasion, das Odeion, die römischen Bäder, eine römische Villa mit schönen Mosaiken) freigelegt,
sowie Reste der Befestigungsmauer aus klassischer Zeit und Fundamente von zwei Tempeln.
Die moderne Stadt hat eine übersichtliche Straßenführung, mit breiten Boulevards, die von Palmen gesäumt sind.
Kos ist nach Rhodos die meisbesuchte Insel des Dodekanes und gilt als Reiseziel junger Leute und der Last Minute reisenden Pauschalurlauber,
dadurch hat sich die Stadt zu einem pulsierenden Ort entwickelt.
Bunte Lichter flackern über den Hauptplatz,
traditionelle und moderne Musik klingt aus Tavernen, Tanzbars und Diskotheken vor der steinalten Platane, die den Namen des Hippokrates trägt.
Vier Kilometer westlich der Stadt liegt hundert Meter hoch am Berghang, eingebettet in schattiges Grün, das Asklepieion.
In der Stoa war die Ärzteschule des Hippokrates untergebracht.
Lohnende Ausflüge führen von Kos nach Asfendiou (vierzehn Kilometer südwestlich der Stadt) am Hang des Dikeo mit Blick auf das Meer
und weiter südlich nach Pili mit seiner verfallenen, byzantinischen Burg, in der eine Marienkirche (Ipapantis) erhalten ist.
Auch Antimachia auf einer Hochebene im Inneren der Insel, Thermes mit seinen Heilquellen und das Strandbad Kardamena sind sehenswert,
ebenso wie die beiden malerischen Fischerdörfer Tigaki und Marmari. Der zweite Hafen der Insel, Mastihari, liegt an der Nordwestküste.