Pyli (auch Pili, Pilí oder Pýli geschrieben) ist ein kleiner Ort mit zwei- bis dreitausend Einwohnern.
Der Ort liegt im Inselinneren, auf 300 Meter Höhe, zwischen Marmari an der Nordküste und dem Dikeos-Gebirge im Süden.
Man erreicht Pyli, wenn man den Inselhighway etwa auf halber Strecke zwischen Kos-Stadt und dem Flughafen bei Linoptis verläßt und in Richtung Dikeos fährt.
Noch relativ flach ist der untere Teil des Ortes (Agios Georgios), der obere Teil (Ágios Nikólaos) wird durch die Ausläufer des Dikeos geprägt.
In Pyli geht es eher gemächlich zu, wer es nicht ganz so touristisch mag, ist hier richtig.
Ein paar Läden haben sich auf Individualtouristen eingestellt: Busstop Gallery, Ria und Remko, The Mermaid und die Taverne Palia Pigi neben dem alten Dorfbrunnen.
Das kleine Volkskundemuseum (Traditional House) liegt direkt am Dorfplatz, wenige Schritte von der Kirche Ágios Nikólaos, nach welcher der obere Ortsteil benannt ist.
Das Wasser des alten Brunnens mit den Löwenköpfen (Pigi) ist bei den Einwohnern von Pyli auch heute noch beliebt und wird von diesen häufig in Kanistern abgefüllt.
Auf Kos wird erzählt, das Frauen, die das Wasser des Brunnens trinken und diesen mehrfach umrunden, mit vielen Kindern gesegnet werden.
Relativ bekannt in Pyli ist das Grab des Charmylos aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.
Charmylos wurde als Held (Heroon) verehrt und soll mit dem Götterboten Hermes verwandt gewesen sein.
Die Griechen gehen davon aus, das auf Charmylos die Besiedlung von Pyli zurückzuführen ist.
Von Pyli gibt es in der Bildergalerie noch mehr zu sehen. Weitere Links:
Paléo Pyli (auch Palaio Pyli, Palio Pyli, Ancient Pyli oder Old Pyli geschrieben) ist ein verlassenes Dorf in den Bergen.
Nach Paléo Pyli kommt man, wenn man von Pyli aus nach Aminiou fährt und dann weiter den Weg in die Berge einschlägt.
An einer Quelle endet die asphaltierte Straße, von hier aus geht es nur zu Fuß weiter oder mit einem geländegängigen Fahrzeug.
Im 15. Jahrhundert floh die Bevölkerung von Pyli und Umgebung (Peleten) vor Angriffen der Seeräuber in die Berge.
Geschützt durch eine alte, byzantinische Festung entstand damals die Siedlung, die heute als Paléo Pyli oder Old Pyli bezeichnet wird.
Wegen einer Cholera-Epidemie verließen die Einwohner den Ort und zogen wieder hinunter nach Pyli.
Von den meisten Häusern in Paléo Pyli sind nur noch ein paar Mauerreste zu sehen.
Drei kleine Kirchen gibt es hier, die Fresken an den Wänden sind jedoch nicht gut erhalten.
Die obere Kirche (Panagía ton Kastrianón) wird immer noch zum Kirchweihfest genutzt.
Mehr von Paléo Pyli gibt es in der Bildergalerie und hier: